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Auf, nach Brüssel!

Fahrt in eine Europäische Hauptstadt vom 30. März bis 01. April 2009

Pressemitteilung

„Lebenslanges Lernen“ war der Titel eines Vortrags in den Räumen der Europäischen Kommission, den sich eine lernbegierige Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern aus Darmstadt und Darmstadt-Dieburg zu Gemüte führte, diskutierte und durchaus in Frage stellte, wie Maria Kostial (Reinheim), die monierte, dass die...

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Barbara von Saary erhält das Bundesverdienstkreuz

Für ihren jahrzehntelangen, ehrenamtlichen Einsatz hat Barbara von Saary am 24. Oktober 2008 in den Räumen des Regierungspraesidiums (im ehemaligen Kabinettssaal des Grossherzogs) von Ministerin Silke Lautenschläger das Bundesverdienstkreuz erhalten. Sie war bei der FDP, z.B. als stellvertretende  Vorsitzende  tätig und war über 5 Jahre  für die Führung der Kreisgeschaeftsstelle zuständig (und zwar ehrenamtlich). Ausserdem hatte sie - seit seiner Gründung - den Vorsitz des Kreisverbandes der Europa-Union Deutschland inne.

Seit 1986 ist sie Vorstansvorsitzende der Europäischen Akademie Hessen. Auf ihr alten Tage ist noch einmal ziemlich viel Arbeit auf sie zugekommen: Seit der letzten Kommunalwahl ist sie für die FDP Einzelkämpferin im Reinheimer Stadtparlament.

Barbara von Saary hat sich über das Verdienstkreuz sehr gefreut, noch mehr über die vielen Gratulanten. Aus Reinheim zum Beispiel war bei der Verleihung eine ganze Delegation anwesend: Linda Licata-Hartmann, die Leiterin des Internationalen Bueros, Erster Stadtrat Dieter Knapp, der stellvertretende Vorsitzende des Partnerschaftsverein Heinz Wierer und Frau, der Vorsitzende des Gewerbevereins, Michael Richter, die Abgeordnete Anna Schneider und fast die gesamte Familie Jeromin.

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Europäischer Wettbewerb

Stolz und Freude drückten die Gesichter der Kinder und Jugendlichen aus, die sich mit Eltern und Geschwistern im Sitzungssaal des Reinheimer Rathauses versammelt hatten. Alle haben am 54.  Europäischen Wettbewerb teilgenommen und sie durften am Donnerstag (Herbst 2007) ihre Preise entgegennehmen.

Nachdem Stadtrat Knapp in Vertretung des Bürgermeisters begrüßt hatte, ging die Vorsitzende des Kreisverbandes der Europa-Union Deutschland, Barbara von Saary, auf die Bedeutung des Wettbewerbs ein. Er wird in 42 europäischen Ländern unter der Schirmherrschaft der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments ausgeschrieben. In Hessen nahmen 122 Schulen mit 3 912 Arbeiten teil, im Kreis Darmstadt Dieburg waren es 8 Schulen, von denen die Preisträger der Otzbergschule (1 Landespreis) und der Goetheschule in Dieburg (1 Landespreis, 1 Bundespreis) ebenfalls ihre Preise in Reinheim entgegen nehmen konnten.

Die Albert-Einstein-Schule in Groß-Bieberau (14 Landespreise, 4 Bundespreise), die Friedensschule in Groß-Zimmern (3 Landespreise) und die Carl-Ulrich-Schule in Weiterstadt (11 Landespreise, 3 Bundespreise) hatten die Preisverleihungen in die Schulabschlussfeiern integriert, während das Max-Planck-Gymnasium in Groß-Umstadt (36 Landespreise, 8 Bundespreise) die Preise erst nach den Ferien in einer Feier überreichen möchte. An der Lichtenbergschule (3 Landespreise) wurden die Preise in einem kurzen, feierlichen Moment in Zimmer des Schulleiters übergeben.

An die Hirschbachschule gingen ein Bundespreis, sieben Landespreise und drei Anerkennungspreise  auch ein Erfolg für die betreuende Lehrerin, Frau Bergemann-Gorski. Der Bundespreis ging an Pauline Kayser, Landespeise erhielten Jannik Müller, Philipp Moya, Sarah, Wagner, Niklas Worms, Maximilian Nugess, Laura Murano und Julia Altmaier, mit Anerkennungspreisen wurden Lara Schlehenstein, Dimitrios Athanassopouloulos und Fabio Wolf ermutigt.

Bevor die Preise ausgehändigt wurde, machte von Saary einen kleinen, kindgerechten Ausflug in die jüngere europäische Geschichte: Vor mehr als 50 Jahren haben sich sechs europäische Länder zusammengeschlossen, eine kleine  Bande gebildet. Weil sie so viel Erfolg hatte, seien inzwischen viele dazu gestoßen. Heute seien 27 Länder Mitglied und es sei leicht zu verstehen, dass die Regeln, die sich die  Anfangs-Sechs gegeben hatten nicht mehr so richtig gut funktionierten. Deshalb müssten neue Regeln her  ein neuer Vertrag eben. Dem müssten aber alle zustimmen  wie es der Zufall wollte, sollten am Donnerstag gerade die Iren in einer Volksabstimmung ihr Votum abgeben . . . Zum Schluss sangen Kinder und Eltern gemeinsam zu den Klängen eines alten israelischen Volksliedes  Wie wünschen uns ein Europa!

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Straßburg - März 2008

Nein, die Europa-Union ist kein Anhängsel der CDU und Ja, wir sind ein politischer, aber ein überparteilicher Verband, so die Vorsitzende des darmstadt-dieburger Kreisverbandes in ihrem Eröffnungs-Statement. Gegeben im Bus auf der Fahrt nach Straßburg.

Alljährlich  lädt der Kreisverband zu einer Fahrt in eine der „europäischen Hauptstädte“ (Brüssel, Straßburg, Luxemburg) ein. Eine Vorort-Besichtigung hält allemal intensives Kennenlernen bereit – und so hatte sich auch in diesem Jahr eine ansehnliche Schar von Interessierten zu früher Stunde an den Abfahrtsorten (Georgenhausen und Darmstadt, Rheinstraße) eingefunden.

„Sie können mir jetzt nicht entkommen –deshalb nütze ich das jetzt aus und halte ein kleines Referat über die jüngsten Entwicklungen in der Europäischen Union.“ In der Tat eine komplizierte Materie, denn das Vertragswerk der 6 Gründerstaaten von 1957 „passt“ der riesigen Staatengemeinschaft von 27  Mitgliedsstaaten von heute einfach nicht mehr. Der erste Anlauf zu einem neuen Verfassungsvertrag scheiterte allerdings an den Volksabstimmungen mit negativem Ausgang in Frankreich und den Niederlanden. 2007 wurde mit dem Reformvertrag in Lissabon ein neuer Versuch unternommen. Man können nur hoffen, dass er 2009 tatsächlich von allem Mitgliedgliedsstaaten ratifiziert sein wird, so von Saary.

Im imposanten Parlamentsgebäude wurden die Gruppe von dem Abgeordneten Dr. Wolf Klinz (FDP) erwartet und kurzweilig und informativ mit der Arbeit eines Europa-Abgeordneten bekannt gemacht: Die schon oft bemängelte Leere im Plenum sei ein Resultat der gleichzeitig laufenden Ausschusssitzungen, in denen Entscheidungen vorbreitet würden; eine Fraktion im Europäischen Parlament setze sich aus den (oft ziemlich heterogenen) Parteien vieler Mitgliedsstaaten zusammen; die Zusammensetzung des Europäischen Parlaments sei „degressiv proportional“, was bedeute, dass auch die ganz kleinen Mitgliedsstaaten (Zypern, Malta, Luxemburg) durch mindestens 6 Abgeordnete vertreten würden, während Deutschland mit seinen mehr 80 Millionen Einwohnern zur Zeit nur 99 Abgeordnete hätte.

Dass das Parlament aber wirklich arbeitete, darüber konnte sich die Gruppe anschließend auf der Besuchertribüne überzeugen. Während der kurzen Zeit, in der die Gruppe  mit Hilfe der (per Kopfhörer verfügbaren) Simultan-Übersetzung der Debatte folgen konnte, ging es um Entwicklungspolitik.

Zum Teil mit großer Emotion wurde ein Bericht debattiert, der sich mit der Lage von Frauen und den Geschlechterrollen in Entwicklungsländern befasste. Es wurde darauf aufmerksam gemacht, dass mehr als 40% aller Afrikanerinnen keine Grundschule besucht haben und dass in Afrika Frauen zwar 52 % der Gesamtbevölkerung ausmachten, aber  75 % der Arbeit in der Landwirtschaft leisteten. Sie erzeugten und vermarkten 60-80 % der Nahrungsmittel. Die Strategie der EU-Kommission zur Gleichstellung und Teilhabe von Frauen in der Entwicklungszusammenarbeit enthalte zwar „konkrete Maßnahmen für die Förderung der Gleichstellung“ , es werde jedoch der Bekämpfung traditionell bedingter Gewalt zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt würde.

Nach einer interessanten Führung durch das Straßburger Münster und die Innenstadt und einem Besuch beim Eurocorps, wurde zufrieden die Heimreise angetreten.

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25 Jahre Kreisverband Darmstadt-Dieburg

[9. November 2007]

Trotz Sturm und Regen waren viele Gäste am Freitag Abend in den Kreistagssitzungssaal des Landratsamtes gekommen, um mit dem Kreisverband der Europa-Union ihr 25-jähriges Bestehen zu feiern. Offenbar gebe es deutlich mehr Menschen, die von der Idee Europa nach wie vor fasziniert seien, als die vergleichsweise kleine Zahl der Mitglieder im Kreisverband vermuten lasse, so die Vorsitzende, Barbara von Saary. (Der Saal war voll!)

An diesem Abend wurde Europa von vielen Seiten beleuchtet: Landrat Jakoubek wies auf die Bedeutung der Europäischen Union als Zone der Friedens, des Rechts und der Demokratie hin. Er betonte ganz besonders die menschlich verbindende Rolle der Verschwisterungen zwischen Kommunen. Er berichtete begeistert von den Verbindungen von sieben darmstadt-dieburger Städten und Gemeinden, die unter dem Dach der Verschwisterung des Kreises mit der Provinz Florenz mit Kommunen in dieser italienischen Provinz geschlossen wurden oder noch werden. Es wäre wichtig, dass noch viel mehr Menschen sich in der ehrenamtlichen und überparteilichen Arbeit der Europa-Union anschlössen, so der Landrat.
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